Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen sind wichtige Träger der Tabakentwöhnung
Die Bundesdrogenbeauftragte und Schirmherrin des DNRfK, Mechthild Dyckmans, lud Mitglieder, Interessierte und Partner nach Berlin ein, um Ergebnisse aus dem DNRfK zu Beratung & Tabakentwöhnung in Gesundheitseinrichtungen vorzustellen und Gute Praxis im Fachaustausch zu diskutieren.
"Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken sind hervorragende Orte, um einen entscheidenden Anreiz zum Rauchstopp zu geben. Die besondere Situation eines stationären Aufenthaltes und die qualifizierte Unterstützung des Klinikpersonals sind eine enorme Chance für rauchende Patienten und Patientinnen zu einem nachhaltigen Rauchstopp. Dieses erfolgreiche Angebot muss in möglichst vielen Gesundheitseinrichtungen aktiv genutzt und zum Standard werden." erklärte Mechthild Dyckmans, die Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin des Deutschen Netzes Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen.
„Für dieses Projekt trage ich gern die Schirmherrschaft und es ist mir eine Freude, Ihnen heute die positiven Entwicklungen und die zentralen Ergebnisse aus der Evaluation der Modellprojekte des Bundesministeriums für Gesundheit von 2005 bis 2010 vorstellen zu können und erneut besonders aktive Mitglieder auszeichnen zu können.“ führt sie weiter aus und lobte im Rahmen einer Pressekonferenz am 17. Oktober 2011 im Bundesministerium für Gesundheit die beteiligten Kliniken für die vorbildlichen und erfolgreichen Bemühungen bei der konsequente Umsetzung des umfassenden internationalen Konzepts und der Standards zur Tabakentwöhnung.
Die Evaluation der bisherigen Arbeit unter den Mitgliedseinrichtungen belegt die konsequente Umsetzung und sehr gute Akzeptanz gegenüber den Richtlinien des internationalen Netzwerkes. „Die Mitgliedseinrichtungen des DNRfK profitieren von der Netzwerkarbeit und setzen in der Routinepraxis konsequent Maßnahmen zur Rauchfreiheit und Tabakentwöhnung um. Dabei steigt mit dem Zertifizierungsstatus und der Dauer der Mitgliedschaft die Qualität der durchgeführten Tabakkontrollpolitik.“ fasst Prof. Stephan Mühlig von der Technischen Universität Chemnitz die Ergebnisse der Mitgliederbefragung zusammen. Dies zeigt die nachhaltige Wirkung des Projekts in den Gesundheitseinrichtungen. <media 1329 - download>Zusammenfassung der Ergebnisse</media>
Die dauerhafte und flächendeckende Umsetzung der Angebote erfordert allerdings entsprechende Rahmenbedingungen: „Experten fordern die Verankerung der qualifizierten Raucherberatung im ambulanten und stationären Rahmen sowie die Möglichkeit zur Finanzierung von Leistungen in der Beratung und der Behandlung von Rauchern durch die Leistungsträger.“ erklärt Prof. Anil Batra, Suchtforscher und Mitglied im Beirat des DNRfK. <media 1254>Statement Prof. Batra</media>
In einem anschließenden Workshop stellten zertifizierte Einrichtungen Gute Praxis und noch bestehende Herausforderungen zur Diskussion. Ziel im DNRfK ist, das Zertifizierungsverfahren weiter zu konkretisieren um möglichst vielen Gesundheitseinrichtungen die Implementierung zu ermöglichen.
Weitere Informationen und die Pressemitteilung vom 17. Oktober 2011 erhalten Sie unter www.drogenbeauftragte.de
